Samstag, 21. Juni 2014

Ab nach Potsdam

Gut geplant ist halb gewonnen. Unsere Sachen waren gepackt, das Auto schon am Vorabend beladen, so ging es ganz entspannt in den Osten. Als Hilite ist zu vermelden, dass die Fine mit kam. Sie hat mittlerweile ein Itsibitsi- Kleid und dass wollte sie unbedingt zeigen. Der Highway to Hell, die A2, war nicht besonders frequentiert, so dass wir zügig vorankamen. In Michendorf fuhren wir von der A10 ab und über Caputh führte der Weg nach Potsdam. Alleine dieses Stück der Strecke gab uns die Gewissheit, dass wir angekommen waren.

Links und rechts der märkische Wald, dann Caputh - immer wieder gerne! Einstein wusste schon, warum er sich hier ein Sommerhaus hinstellte. Entlang des Templiner Sees fuhren wir die alte Landstrasse nach Potsdam und konnten schon bald den Turm der Kirche auf Hermannswerder sehen. Staunen durften wir über die Bauarbeiten in der Speicherstadt, die schon einiges bietet und noch so manches verheisst. Auf der Langen Brücke war dann etwas ganz anders als früher. Richtig, das Stadtschloss ist jetzt der Blickfänger und wir erfreuten uns daran. Potsdam wird wieder, was man auch daran sieht, dass der Palast Barberini in der Wiederauferstehung ist.

Schnell hatten wir unsere Ferienwohnung gefunden und waren spontan begeistert. Schön eingerichtet und alles vorhanden, was man braucht. Das Beste, nur fünf Minuten zu Fuss bis ins Holländische Viertel, zehn Minuten bis zum Luisenplatz. Trotzdem in ruhiger Lage.

Nachdem wir unsere Klamotten aus dem Auto in die Hütte gebracht hatten, fuhren wir erst einmal zum Lidl und kauften das Nötigste ein. Hier wird ja keiner von der schönen Umgebung satt. Der Chauffeur entschloss sich, einen Erkundungsgang zu unternehmen, sein Liebchen wollte sich um den Koffer kümmern. Fine und ich waren von der Anreise total erschöpft und machten es uns im Sessel bequem. Als der Chauffeur zurück kam, hatte er im Augustiner auf der Mittelstrasse einen Tisch reserviert, damit wir Fussball gucken konnten. Toll, da fahren wir nach Preussen, um bei den Bayern im Holländischen Viertel zu essen - alter Schwede! Der Vorteil ist, dass wir ruckzuck da, und zuckruck wieder in der Ferienwohnung sind.

Nachdem sich auch der Chauffeur ein bisschen ausgeruht hatte, war es auch schon Zeit für das Spiel. Wer noch nicht kostümiert war legte sein Fanoutfit an, pünktlich um 20:00 Uhr waren wir am Ort des Geschehens. Neben unserem Tisch sassen fünf Mädels aus Berlin, die sich ein schönes Wochenende in Potsdam machten. Mit denen habe ich mich gleich angefreundet, denn die waren mal richtig gut drauf. Leider war das Spiel gegen Ghana nun nicht der Brüller, aber dafür haben wir an der guten Stimmung gearbeitet. Unser Tisch wurde mit Flagge und Wimpel geschmückt, meine Leute hatten meinen Liegestuhl mitgenommen, da war ich gleich in meiner ganz privaten VIP-Loge. Bei den Toren für Deutschland stand eins der Mädels sofort auf, ging zum Klavier und spielte einen Siegesmarsch in ihrer ganz persönlichen Variation (ich glaube, sie kann gar nicht Klavier spielen). Da war grosses HALLO angesagt. Leider endete die Partie unentschieden, so dass kein Siegestaumel aufkam. Deswegen gingen wir auch schnell nach Abpfiff zu unserer Wohnung und legten uns schlafen.

Der Auftakt war schon mal ausgezeichnet, da werden die kommenden Tage bestimmt nicht langweilig. Potsdam ist halt immer wieder eine Reise wert.

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