Donnerstag, 21. Februar 2013

Ruhetag mit Fresskoma

Nach den Abenteuern des gestrigen Tages war heute erst einmal extremes Ausruhen angesagt. Nach dem Frühstück habe ich meine Leute zum Strand gebracht. Dort sind sie erst einmal ein bisschen spazieren gegangen, bis sie sich auf einer Bank niedergelassen haben, um die Sonne zu geniessen. Ja, die Sonne! Die hatte sich wieder durch die Wolkendecke gekämpft und sorgte bei uns für gute Laune.
Am meisten habe ich mich über die anderen Urlauber amüsiert. Die Damen hatten meistens ein kleines Lächeln auf den Lippen, wenn sie mich sahen. Die Männer zeigten Unverständnis und fast schon Mitleid für den Chauffeur. Wenn die wüssten was wir für einen Spass zusammen haben.

Als es auf den Steinen und Bänken zu ungemütlich wurde, sind wir alle zusammen zurück zum Hotel gegangen. Auf dem Weg dorthin habe ich noch eine kleine Spritztour auf einem Segelschiff gemacht.
Ich bin ein ausgezeichneter Steuermann! Im Hotel haben wir uns am Pool auf die bereitstehenden Liegen gelegt. Das ging auch ganz prima, bis plötzlich, palimm palimm, das Telefon vom Chauffeur klingelte. Ein kurzes Gespräch, schon hatten wir einen Termin. Meine Leute haben einen mallorquinischen Freund, der hat immer wahnsinnig viel zu tun. Wenn er dann man Zeit hat, müssen wir die Gelegenheit nutzen, damit wir uns sehen können. 

Verabredet haben wir uns in einem Restaurant in Sineu. In Sineu, da waren wir doch gestern schon?!? Ja, in Sineu, im Restaurant Moli d'en Pau. Ein schönes und gutes Restaurant, wie der Name schon sagt in einer alten Mühle. Wer gute mallorquinische Küche sucht, ist hier genau richtig. Es gab Frito Mallorquin, Schweinefüsse und Paella. Vorneweg natürlich Brot und Oliven. Das ist hier so üblich und kommt auf den Tisch, auch wenn man es nicht bestellt hat. Aber nicht wundern, wenn es auf der Rechnung steht. Zu verschenken hat hier keiner etwas. Für meine Leute war das mengenmässig überdimensioniert und sie fielen in ein Fresskoma. Doch das war noch nicht alles.

Jetzt fuhren wir noch zum Freund nach Hause, dort gab es Kaffee und Kuchen zu essen und einige weitere Familienmitglieder zu begüssen. Die Anfahrt habe ich im Porsche gemacht.
Ich war der Ansicht, dass das für mich standesgemäss war. Schliesslich kenne ich mich aus, ich habe einen Chauffeur.

Und dann lernte ich sie endlich persönlich kennen. Auf facebook sind wir schon lange Freunde und meine Leute kennen sie schon als Säugling. Aber heute haben wir uns endlich in die Arme nehmen können - die Margui und ich.
Da wo die Margui wohnt, hat sie einen ganz ganz ganz ganz tollen Blick auf die Bucht von Alcudia, im Norden von Mallorca. Da könne ich es auch aushalten, für öfter, für länger, für immer!
Meine Leute haben mit Marguis Leuten noch viel erzählt, Margui war ganz lieb zu mir. Aber plötzlich war die Zeit schon wieder rum, und wir mussten zurück. Zum Hotel hatten wir die Insel noch einmal  von Nord nach Süd zu durchqueren. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns und freuen uns jetzt schon auf das nächste Mal. Im Dunkeln kamen wir an, unsere Mitstreiter sassen schon alle im Speisesaal. Die Nummer konnten wir uns heute sparen, das Fresskoma dauerte noch an. So endete ein schöner Tag, den wir mit lieben Freunden verbringen durften.

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